Hexenwald

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 Priesterin des alten Weges

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Tyria

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BeitragThema: Priesterin des alten Weges   Mi Okt 24, 2012 10:28 am

Irgendwie taucht, der Begriff der Priesterschaft in letzter Zeit öfters bei mir auf... Vor allem im Bezug auf "unsere" Götter, nicht für das Christentum gesehen.

Was macht eine Priesterin des alten Weges aus? Wofür ist sie gut? Vor allem für die, die nicht in einer Gruppe arbeiten? Was tut sie?
Wie wird man Priesterin? Nur durch den Ruf einer Gottheit?

Bin gespannt auf eure Meinungen..

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BeitragThema: Re: Priesterin des alten Weges   Do Okt 25, 2012 11:00 am

Zitat :
Was macht eine Priesterin des alten Weges aus? Wofür ist sie gut? Vor allem für die, die nicht in einer Gruppe arbeiten? Was tut sie?
Wie wird man Priesterin? Nur durch den Ruf einer Gottheit?

Ich kann dir nur meine persönliche Sicht und Meinung sagen.

Wenn man sich entscheidet oder dazu berufen fühlt ein Priesteramt anzunehmen/anzuerkennen geht man eine intensive Beziehung und eine Verpflichtung ein und übernimmt Verantwortung, für sich selber und für den oder das was man sich weiht.

Ich finde auch, dass das wohlüberlegt sein soll, weil ich es ähnlich so wie bei allen anderen Religionen sehe, dass man sich schon sicher sein sollte, oder zumindest davon ausgeht, dass man den Rest seines Lebens Priester/in sein zu wollen. Die wenigsten Pfarrer oder Mönche oder Nonnen oder Schamanen oder im Vodoo Bokor bzw. Houngan oder die Mambo (wie auch immer...) würden ihre Weihen rückgängig machen (ich weiß gar nicht ob das möglich wäre) oder einfach ihre Riten und Gebete, Opferungen, Feiertage (wie auch immer) vernachlässigen oder ganz aufgeben. Klar gibt es immer mal vereinzelt Priester, Mönche, Nonnen vllt. sogar im Vodoo Priester die nach etlichen Jahren ihr Amt aufgeben und sich anderen Dingen zuwenden. Aber um soweit zu kommen muß man schon durch einige schwere Glaubenskriesen durchgegangen sein, heftigste Enttäuschunden oder unerträgliche Verluste erleben, bevor man tatsächlich alles aufgibt, wofür man sich mit ganzem Herzen verschrieben hat... die Verbindung zu den Göttern, den Weg den man so lange und voller Liebe verfolgte verlässt, den Schutz den man von den Göttern hatte, die Fürsorge die man von ihnen erhalten hatte, die Dankbarkeit die man ihnen zurückgab.... usw...

In einer Gruppe kann man sich gegenseitig Motivieren und anstupsen ("hey, morgen ist Vollmond was machen wir da?). In einer Gruppe dient man immer ausschließlich den Göttern, und unterstützt sich gegenseitig, die Aufgaben werden unter mehreren Preistern aufgeteilt... Als Priesterin wenn man alleine ist, muß man sich oft selber in den Hintern treten, muß man sich allein motivieren, immerhin führt man die Riten zu den Mondfesten oder Sabbaten ja nicht nur für sich selber aus, sondern zu Ehren der Götter, denen man dient, die man liebt, die man ehrt, deren Priesterin man ist, denen man sich vielleicht sogar geweiht hat...

Die Priesterin dient in erster Linie den Göttern, ist immer für sich selbst verantwortlich, und muß die nötige Disziplin allein aufbringen ihren Pflichten nachzukummen, die den Erwartungen, die sie an sich selber hat entsprechen.

Mein 2. HP und ich, wir sind beide unabhängig vom Wicca, und unabhäntig vom Coven, und unabhängig voneinander, Priester/in der Göttin Hekate. Wir haben uns beide selber dieser Göttin geweiht und unser Leben anvertraut, bevor wir uns kannten. Hätten wir uns nicht kennen gelernt würden wir beide trotzdem unabhängig voneinander die Mondfeste und Feiertage der Hekate alleine feiern. Das ist ihr, die wir ehren und dienen Festtag, ich würd es nicht wagen, da an diesen Tagen die Füße auf den Tisch zu legen und statt zu feiern fern zu sehen. Das wäre.... so ähnlich als würde ich den Muttertag und ihren Geburtstag ignorieren, obwohl ich eine Mutter habe, die ich sehr liebe... das tut man einfach nicht.

Ok.... wie wird man Priesterin?

Da gehören sozusagen 2 dazu. Einmal mußt du freiwillig zustimmen und dich bereit fühlen, und zusätzlich muß dich eine Gottheit als seine oder ihre Priesterin annehmen wollen. Doofes Beispiel, würd vermutlich eh keiner machen, aber sagen wir mal so: man kann nicht einfach ein Mythenbuch aufschlagen, auf einen Namen tippen und sagen "den nehm ich". lol! Aber das ist ja bei dir sowieso eh nich der Fall, du hast ja schon eine Beziehung zu einem Gott, und merkst auch seine Unterstützung, kannst mit ihm in Kontakt treten und kriegst auch Antworten von ihm (wenn er will). Das ist aber auch normal, das sind Götter und nicht die Telefonseelsorge, oftmals fühlt man sich von ihnen allein gelassen, während die sich möglicherweise denken "die schafft das auch alleine und vermutlich sogar besser, einprägsamer, mit mehr Lerneffekt, als wenn ich da jetzt helfend eingreife".

Priesterin zu sein, ist vergleichbar mit eine Ehe, bei der man die schlechteren Karten hat, was die Möglichkeiten einer Scheidung angeht. Am Tag der Hochzeit sagen beide "Ja ich will, in guten wie in schlechten Tagen und so weiter... dir dienen, für dich da sein, dir zur Seite stehen, dich schützen, dich stärken usw..."

Und genauso wie man heutzutage oft jahrelang mit seinem Lebensabschnittgefährten zusammenlebt, Tisch und Bett teilt, Ängste und Hoffnungen bespricht, Freude und Trauer zusammen durchlebt, mal Streitet und mal Tage hat, an denen man bis über beide Ohren in den Partner verliebt ist, während man an anderen Tagen ihn/sie an die nächste Wand klatschen könnte...... und irgendwann sagt man zueinander... "Hey, wir kommen doch super miteinander aus, lieben uns total usw... warum heiraten wir nicht ...? - Ok! Wann?

So, und genauso finde ich kann man erstmal eine Zeitlang seine Erfahrungen als Priesterin sammeln, rantasten, reinfühlen, die guten und die schlechten Seiten kennen lernen... und dann kann man immer noch Bauch, Herz, Verstand, die Gottheit dazu befragen, ... "Na, wie wärs mit uns zwei... Wink "

Was macht eine Priesterin, so für sich alleine?

Sie bildet sich auf ihrem Weg weiter, sammelt ihre Erfahrungen, vertieft ihre Interessensgebiete, ehrt ihre Götter, zelebriert den Jahreskreis (und wenns nur an dem Tag eine Kerze, ein Räucherstäbchen und eine Meditation mit einem kleinen Gebet ist - die Mindestanforderung setzt man sich selber, wieviel dir die Götter wert ist, was du persönlich bereit bist zu geben, wenn es den Göttern zu wenig ist, wird mans schon mitkriegen, wenns das falsche ist, auch).

Vielleicht hilft dir dieses Buch ein wenig weiter, ich finds gut und auch schön, da es keinen Wicca- oder Druiden- oder Hexen oder sonsteinen Schwerpunkt legt, sondern einfach mit Meditationen, Atemübungen, Visualisationen und Themen (Göttin, Gott, Jahreskreis) einen durchs Jahr begleitet. Sogar mein 2.Hp und ich haben uns an dem Buch ein wenig orientiert, als wir den Ausbildungsplan für unsere Novizinnen ausgearbeitet haben.


http://www.hexenschule.net/modules.php?name=Reviews&rop=showcontent&id=18

Erfahrungsbericht über die ersten zwei Kapitel (zeitlich gesehen von unten nach oben lesen):

http://rabengefluester.wordpress.com/category/spirituelles/wege-zu-den-alten-gottern-spirituelles/



Ok, und noch mal zu betonen, das ist nur meine persönliche Meinung, so wie ich es sehe und erlebe seit einigen Jahren. Garantiert gibt es noch andere Meinungen und Ansichten dazu.

P.S.: Ich hab das Amt einer Priesterin, noch nie leichtfertig gesehen, hab die Aufgaben einer Hexe, wie ich es für mich damals definiert habe, immer schon sehr ernst genommen: lernen, lesen, weiterbilden, die Jahresfeste alle feiern, Praxiserfahrung sammeln, 1-2 Lieblingsthemen raussuchen und das Wissen und Fährigkeiten darin vertiefen, eine Orakeltechnik erlernen, Meditieren und erden erlernen, Atemtechnik, schamanische Reisen, Grundlagen der Magie, Zauberei... usw. - alles aber Ziele die ich mir selber gesetzt hab, weil ich mir schon damals mit 23 zu mir gesagt habe "wenn ich eine gute Hexe werden will, muß ich zumindest das alles können, wenn nicht sogar mehr. Keine Ahnung, vielleicht bin ich ja auch eine Fanatikerin und weiß es nur nicht??? Aber andererseits, es ist mein Leben, meine Liebe, meine Leidenschaft (andere würden es vielleicht auch Berufung nennen glaub ich?) Damit will ich sagen, dass ich vielleicht kein guter Maßstab bin, an dem man sich messen sollte, und es wäre besser, sich kleinere Ziele zu stecken. Ich bin ja selber auf meinem Weg öfters mal auf die Nase gefallen und vor Wände gelaufen (hatte es zu eilig, konnte nicht mehr bremsen... *g*)



Gegenfrage: Wie ist das normale Priesteramt (ohne Covenanschluß) bei den Druiden definiert?
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Ziege
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BeitragThema: Re: Priesterin des alten Weges   Do Okt 25, 2012 11:27 am

hui, danke für deine ausführliche Meinung..
Ja, das Buch habe ich zuhause, vom ersten Lesen fand ichs ganz interessant.. Bin nur am Grübeln ob ich, wie empfohlen, bis zum Februar-Neumond warte, oder schon vorher beim jeweiligen Kapitel einsteige...

Nicht, dass ich scharf bin, irgendein toll klingendes Amt zu bekommen, ich kann es mir kaum vorstellen, mich als Priesterin zu sehen, irgendwelche Gruppenrituale zu leiten etc... dafür bin ich zu introvertiert..
Mich interessiert es nur, weil ich den Begriff eigentlich nur aus dem Christentum kenne, eben jemanden, der "Rituale" leitet, Seelsorge betreibt, als Vermittler zwischen einer Gottheit und einem Gläubigen...
Das zu übertragen auf das Heidentum wäre ja ziemlich seltsam, weil wir ja selber schon mit den Gottheiten kommunizieren..
Aber ist dann nicht jede Hexe auch irgendwie Priesterin? Seis "nur" die große Göttin, die sie anbetet und in den Jahreskreisritualen ehrt..
Aber das ist doch eigentlich dasselbe?! *aufm Schlauch steh*

Die Druiden sind ja im Prinzip die Priester der Kelten gewesen.. So ist das heute wohl auch noch... Ist nur ein anderer Name.. Wobei beim OBOD man ja schon im Bardengrad anfängt, Rituale zu halten (wenn auch nur für sich)..
Aber ich denke, man bezeichnet sich dann als Druide, wenn man die nötigen Erfahrungen hat (seis durch Selbstarbeit oder den Kurs).. Ich bezeichne mich wenn dann auch nur als Druidin in Ausbildung.. (Wobei der Titel Druide/Druidin bei den meisten Heiden schon für ein paar Augenroller sorgt... ist das mit dem Begriff Priester/Priesterin auch so? Abseits von Coven, die ja eh ihre mehr oder weniger festen Titel haben..)
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BeitragThema: Re: Priesterin des alten Weges   Do Okt 25, 2012 12:43 pm

Raven schrieb:
hui, danke für deine ausführliche Meinung..
Ja, das Buch habe ich zuhause, vom ersten Lesen fand ichs ganz interessant.. Bin nur am Grübeln ob ich, wie empfohlen, bis zum Februar-Neumond warte, oder schon vorher beim jeweiligen Kapitel einsteige...


Weißt du was ich machen würde...? Ich würde es erstmal durchlesen, aber noch nicht durcharbeiten, und wenn ich es nur erstmal grob überfliege von Anfang bis Ende und einen besseren Eindruck davon zu bekommen, ob ich das wirklich durcharbeiten kann und will. Wenn ich dann nach dem kompletten durchlesen immer noch das Gefühl habe "ja das find ich schön, das ist toll was da drin steht" und mein Herz vor Freude schon ganz aufgeregt klopft... dann weiß ich, dass es sich lohnt und dass ich es liebend gerne, von ganzem Herzen machen möchte. Dann ist es auch nicht mehr weit bis Imbolc und ich kann mich richtig reinstürzen in das erste Kapitel.

Priester/innen und/oder Hexen. Ich seh es getrennt, weil ich finde, nicht jede Hexe ist zugleich auch Priesterin, und nicht jeder, der in Trance gehen kann oder sein Krafttier kennt und gelegentlich mal schamanische Reisen macht, ist gleich ein Schamane (der auch Seelenanteile zurück holen kann, Krankheiten auf schamanischem Weg heilen kann, Traumata behandeln kann, und was die sonst noch alles drauf haben...).

Zitat :
Aber ist dann nicht jede Hexe auch irgendwie Priesterin? Seis "nur" die große Göttin, die sie anbetet und in den Jahreskreisritualen ehrt..


Es gibt aber auch viele Hexen, die keine Priester sind, ja es nicht mal sein wollen, weil sie z.b. selten bis gar nie den Jahreskreis zelebrieren und keine Götter, nicht mal die große Göttin anbeten. Trotzdem aber ehren sie auf gewisse Weise ohne große Riten die Natur, indem sie z.b. viel im Garten mit Kräutern arbeiten und diese verarbeiten, evtl. Karten legen, oder mit Geistern kommunizieren, aber nix mit Gottheiten am Hut haben.. so auf direktem Weg (indirekt aber die Natur ehren, schützen) ... dann ganz man ganz streng genommen sagen: als Hexe ist er/sie toll, ihr/sein Kräuterwissen ist phänomenal, beim Karten legen liegt sie/er stets richtig usw... aber Priesterin..... nein... Priester/in ist diese Person nicht. Was sie aber dennoch nicht zu einem schlechteren Menschen oder schlechteren Hexe macht. Es ist halt "nur ein Amt", was er oder sie nie angetreten ist.

Zitat :
Mich interessiert es nur, weil ich den Begriff eigentlich nur aus dem Christentum kenne, eben jemanden, der "Rituale" leitet, Seelsorge betreibt, als Vermittler zwischen einer Gottheit und einem Gläubigen... Das zu übertragen auf das Heidentum wäre ja ziemlich seltsam, weil wir ja selber schon mit den Gottheiten kommunizieren..

Da ist die Aufgabenteilung bei uns ein bisschen anders. Rituale leiten kann und darf jeder, egal ob Priester oder Hohepriester. Letzten Endes hat aber die Hohepriesterin die Verantwortung für alle und alles. Auf für die Seelsorge oder "Vermittlung zwischen Gottheit und Gläubigen" muß sich kein Priester verantwortlich fühlen. Ein Priester auf dem alten Weg muß nur Sorge für seine eigene Seele tragen, und selber offen für die bzw seine Götter sein, hat und braucht aber dazwischen keinen Vermittler, weil er/sie das ja als Priester selber ist.

Also ist ein Priester auf dem alten Weg der Barde bei den Druiden. Druide ist/wird oder nennt man sich dann, wenn man mehr Erfahrung hat, und sich sicher in der Ausübung seiner Riten fühlt (oder vllt. ne ganze Ecke mehr drauf hat, keine Ahnung).

Zitat :
Wobei der Titel Druide/Druidin bei den meisten Heiden schon für ein paar Augenroller sorgt... ist das mit dem Begriff Priester/Priesterin auch so?

Das ist vermutlich deshalb so, weil man bei Druide zuallererst an weißgewandete, langbärtige Typem mit Stab im Alt-Merlin-Stil (nicht der 40 jährige Kevin Costner) oder an Gandalf angelehnt denken muß, als nächstes an Bilder von Stonehenge denkt, und dann fällt einem wieder ein, dass in dem meisten Büchern stets betont wurde, dass angeblich unsere Druidischen Vorfahren erstmal eine jahrzehntelange Ausbildung machen mussten, bevor sie sich Druiden nennen durften und als Berater einer Clanhäuptlings oder König oder Dorfrat zur Seite stehen durfte und zusätzlich dann auch der Priester des Dorfes wurde, der Heiler und Kräuterkundige, Barde und hastenichtgesehen nicht noch alles war. Und erst ganz zum Schluß fällt einem dann vllt. wieder ein, dass es eigentlich ja keine fundierten Quellen gibt, die tatsächlich aufschluß darüber geben, wer die Druiden wirklich waren, was die tatsächlich machten... Aber ich hab noch nie erlebt, dass jemand ausgelacht wurde, wenn er oder sie sich als Priesterin des alten Weges nannte. Eher muß man damit rechnen, dass Leute neugierig werden und das ganze ein bisschen genauer wissen wollen, weil "alter Weg" nun auch wieder viel verschiedenes bedeuten kann, das ist halt nix genaues, aber das ist auch ein Vorteil, weil man ja alle Freiheiten hat, die man braucht und sich auf seinem Weg zu entwickeln.

Bei Priesterin... also wenn man nur sagen würde "hi, ich bin Priesterin" würde man auch erstmal nur verwirrte Blicke erhalten. "Priestern der Göttin auf dem alten Pfad" oder "Priesterin des gehörnten Gottes/Cerunnos", Priesterin einer Naturreligion, mit Segen des gehörnten Gottes... wie auch immer... dann hat dein gegenüber schon ein besseres Bild unter dem er/sie sich was vorstellen kann. Unter "Hekate-Priesterin" oder "Briged-Priesterin" oder "Wald-und-Naturgötter-Priesterin" naja, das Wort wirkt ein wenig komisch... na da findet sich schon eine passende Umschreibung mit der auch Laien sich was vorstellen können ohne gleich schreiend die Flucht ergreifen, weil sie bei "Gehörnten" erstmal an Teufel denken müssen dank jahrelanger Prägung lol!
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BeitragThema: Re: Priesterin des alten Weges   Do Okt 25, 2012 2:47 pm

gut, der Vorschlag mit dem Buch klingt vernünftig. So sollte ich es mal angehen...

Cerverus schrieb:


Priester/innen und/oder Hexen. Ich seh es getrennt, weil ich finde, nicht jede Hexe ist zugleich auch Priesterin, und nicht jeder, der in Trance gehen kann oder sein Krafttier kennt und gelegentlich mal schamanische Reisen macht, ist gleich ein Schamane (der auch Seelenanteile zurück holen kann, Krankheiten auf schamanischem Weg heilen kann, Traumata behandeln kann, und was die sonst noch alles drauf haben...).


Einleuchtend, weil man zum Schamanen eine Ausbildung und nicht zuletzt auch eine Ini braucht.

Dann hatte ich wohl einfach nur ein anderes Verständnis der Begriffe Hexe und Priesterin..
Für mich war ne Hexe immer eine Person, die die Göttin (und auch den Gott) ehrt, Jahreskreisfeste feiert, etc...

Also ist eine Priesterin eine Person, die sich einer Gottheit/Macht/etc. geweiht hat und ihr "dient"?! Kann man das so sagen? So ganz ohne Ausbildung? (also in dem Sinne eine spezifische Ausbildung zur Priesterin und nicht allgemeine Grundlagen, die man eh beherrschen sollte..)

Woher weiß ich eigentlich, dass ich von der Gottheit, der ich mich bei der Ini weihe, überhaupt akzeptiert werde?

Fragen über Fragen....


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BeitragThema: Re: Priesterin des alten Weges   Do Okt 25, 2012 5:23 pm

Selbst dazu gehen bei Schamanen die Meinungen auseinander, viele sehen es so, dass man von der Geisterwelt auserwählt wurde und von den Spirits initiiert wird, und das sind oft krasse Erfahrungen. Andere sehen es so, dass sie bei einem Schamanen jahrelang Fähigkeiten lernen und dann mit Hilfe des Schamenen eine Einweihungszeremonie durchleben...

Zitat :
Also ist eine Priesterin eine Person, die sich einer Gottheit/Macht/etc. geweiht hat und ihr "dient"?! Kann man das so sagen? So ganz ohne Ausbildung? (also in dem Sinne eine spezifische Ausbildung zur Priesterin und nicht allgemeine Grundlagen, die man eh beherrschen sollte..)

Ja, so seh ich das schon, aber das ist nur meine bescheidene Meinung.


Zitat :
Woher weiß ich eigentlich, dass ich von der Gottheit, der ich mich bei der Ini weihe, überhaupt akzeptiert werde?

Ini ist das nicht, eher eine Selbstweihe, dazu hab ich vor einiger Zeit mal ein "bisschen" was geschrieben... mom... ich such mal...


Da:

http://hexenwald.forumieren.com/t668-gelobnisritual?highlight=selbstweihe


Du weißt es, wenn du es fühlst, dir tief in deinem Inneren ganz sicher bist, wenn du dieses Herzklopfen fühlst, das ja-ja-ja klopft (deswegen ja mein Vergleich mit einer Ehe/Hochzeit)
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BeitragThema: Re: Priesterin des alten Weges   Do Okt 25, 2012 6:05 pm

Also deine bescheidene Meinung hat mir schonmal einige gute Infos gegeben Wink

Meine Problemchen löst das noch nicht, aber das hab ich auch nicht erwartet. So hab ich bisschen bessere Vorstellungen über dieses "Amtes"
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BeitragThema: Re: Priesterin des alten Weges   Do Okt 25, 2012 6:42 pm

Ob dein Gott es auch super finden würde, wenn du dich ihm weihst, wirst du nur von ihm erfahren. Also musst du ihn direkt darauf ansprechen und evtl. auch nach dem wo, wann und wie fragen.

Den Jahreskreis zu feiern, ergibt sich dann irgendwie von selber, da er ja auch eine wichtige Rolle darin spielt, glaub ich. Mondfeste wären dann weniger "dein Schwerpunkt" weil er ja keine Mondgöttin ist.

Als nächstes wäre dann die Frage, was er für Opergaben mag, bisher hast du ihm von dem gegeben, was du selber am liebsten mag. Wenn du das nächste mal mit ihm in Verbindung stehtst (so dass du es auch merkst), frag doch mal nach, was für Opfergaben er mag, bzw. was du ihm opfern sollst.

Wie du ihm am besten dienen kannst, wäre dann die nächste große Frage, das wird man auch erst langsam mit der Zeit rausfinden.

hmm... Definier noch mal dein "Problemchen" ich glaub ich habs noch nicht wirklich erkannt oder verstanden... zumindest hab ich noch das Gefühl, mich nicht richtig in deine Situation reinversetzen zu können, um aus "der richtigen Perspektive" antworten zu können.
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BeitragThema: Re: Priesterin des alten Weges   Fr Okt 26, 2012 4:45 am

Ja im Prinzip ist es das alte Leid.. Ich trau mich nicht so recht, irgendwelche Zeichen zu deuten, weil ich Angst habe, etwas falsch zu interpretieren.
Da hoffe ich lieber auf eindeutige Zeichen, die ich aber leider nie kriege..
Und ich weiß ja noch, wie es im Sommer war, als ich soo nervig zu den Göttern war...

Und ich kann mit den Gefühlen in mir nicht so um. Ich sehe vor meinem inneren Auge das Gesicht des Gehörnten, ein schönes ebenes mit einer Nase von einem Hasen (mein Krafttier) und den Ohren eines Hirsches, einen vollen dichten Bart und sehr ausdrucksvollen Augen. Und natürlich das Geweih auf dem Kopf.. Es ist ein so wundervolles Bild und es scheint in meinem ganzen Körper zu strahlen..
Also ein durchaus sehr positives Gefühl.. Aber es scheint nicht erwidert zu sein (oder ich merke es nur wieder nicht, bzw. verstehe die Zeichen mal wieder nicht)... Und das verwirrt mich noch mehr..
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BeitragThema: Re: Priesterin des alten Weges   Fr Okt 26, 2012 8:54 am

Also du siehst das Bild von ihm, und es strahlt in dir, aber er sagt nichts zu dir, gibt keine Gesten, Mimik, keine Worte im Kopf, keine Antworten oder Ansagen von ihm?

Das könnte unter Umständen auch ein Freundschaftsantrag sein, sozusagen ein "wollen wir uns näher kennen lernen, besser verstehen und schauen wie wir miteinander klar kommen?" Unter Menschen wäre es sowas wie "ziehen wir erstmal zusammen, und schauen wie wir auch im Alltag zusammenpassen, bevor wir übers Heiraten und Kinderkriegen reden..."


Was wäre für dich ein eindeutiges Zeichen? Und wie waren bisher seine Zeichen zu welchen Fragen.



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BeitragThema: Re: Priesterin des alten Weges   Fr Okt 26, 2012 10:21 am

Da sind wa wieder... Woher weiß ich, dass es ein Freundschaftsantrag ist?
Wenn ich ihn frage, kommt ja nix..
Das ist genau mein Problem Sad

Am liebsten wär es mir natürlich, wenn er es mir direkt sagt bzw. mitteilt.
Aber das ist wohl sehr unwahrscheinlich..
Ich bitte ja auch oft vorm Schlafen darum, dass er mir im Traum etwas mitteilt, wenn es was gibt..

Meist bitte ich ihn, mir beizustehen und mir Kraft zu geben, wenn ich in schwierige Situationen gehen muss..
Und ich habe dann am Ende das Gefühl, gut behütet gewesen zu sein und habe mich sicher und kraftvoll gefühlt..
Das größte, was er für mich "getan" hat, war, mir den Kontakt zu einem guten Freund zurück zu geben, von dem ich ewig nichts mehr gehört hatte (wo der Kontaktabbruch von ihm aus ging und er auch den Kontakt wieder aufnahm)..

Ich habe ihm immer dankbar geopfert, aber was genau ich für ihn tun kann, hat er mir nie mitgeteilt, in welcher Form auch immer Sad
Nur eben dieses strahlende Bild in mir und ein Gefühl von Liebe (also diese Art Liebe, die man z.B. zu seinen Eltern empfindet).. letzteres scheint aber eher von mir auszugehen... so nehme ich es wahr..
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BeitragThema: Re: Priesterin des alten Weges   Fr Okt 26, 2012 10:57 am

Woher weiß ich, dass es ein Freundschaftsantrag ist? [/quote]

Was wären die Alternativen? Was soll es sonst sein.... überleg mal. Zähle mir mal 3 andere Möglichkeiten auf, was du meinst was es sonst sein könnte.

Zitat :
Wenn ich ihn frage, kommt ja nix..

- wie lange hast du direkt nach der Frage auf Antwort gewartet, wie hast du einen Kontakt für ein Gespräch hergestellt, wie hast du gefragt und auf welchem Weg erwartest du Antwort? OK, das hast du ja schon erwähnt... im Traum. Bist du gut im Träume erinnern? Führst du ein Traumtagebuch und kannst du dich ähnlich wie Jolina morgens auch immer halbwegs gut an deine Träume erinnern, so dass du die gleich notieren kannst, was da vorkommt... oder hast du unüberlegt einen Kommunikationsweg gewählt, der dir nicht liegt, C. vermitteld dir ständig irgendwas im Traum, aber du weißt morgens kaum noch dass du überhaupt geträumt hast... kann das möglich sein? Das wäre dann nämlich genauso effektiv, als hättest du ihm gesagt, schick mir einen Brief aber in Chinesischen Schriftzeichen ... lol!

Zitat :
Am liebsten wär es mir natürlich, wenn er es mir direkt sagt bzw. mitteilt.
Aber das ist wohl sehr unwahrscheinlich..
Ich bitte ja auch oft vorm Schlafen darum, dass er mir im Traum etwas mitteilt, wenn es was gibt..

Wenn du genauso fest an ihn und dich glauben würdest, wie du an dir selber zweifelst...

Dann übe es doch das hören... nimm eine feste Uhrzeit, an der du jeden Tag sicher Zeit hast, und setz dich ann volle 10 minuten ungestört hin (stelle einen Wecker aber im Nebenraum, so dass du ihn zwar durch verschlossene Türen hörst, aber nicht gleich erschickst wegen der Lautstärke), entspanne und konzentriere dich, sag C. dass du jetzt bereit bist zuzuhören, wiederhole deine Frage, und dann denk an nix mehr und sei einfach offen. Und das machst du so lange bis du was hörst/fühlst/denkst - was aber nicht von dir kommt.


Zitat :
Meist bitte ich ihn, mir beizustehen und mir Kraft zu geben, wenn ich in schwierige Situationen gehen muss.. Und ich habe dann am Ende das Gefühl, gut behütet gewesen zu sein und habe mich sicher und kraftvoll gefühlt..
Das größte, was er für mich "getan" hat, war, mir den Kontakt zu einem guten Freund zurück zu geben, von dem ich ewig nichts mehr gehört hatte (wo der Kontaktabbruch von ihm aus ging und er auch den Kontakt wieder aufnahm)..

Das hat ja auch geklappt, und beim beistehen und aufpassen und Kraft geben vertraust du dir und ihm ja auch.

Zitat :
Ich habe ihm immer dankbar geopfert, aber was genau ich für ihn tun kann, hat er mir nie mitgeteilt, in welcher Form auch immer


Hast du überhaupt nachgefragt, oder einfach erwartet, dass er dir schon sagen oder zeigen wird, wenn er was will oder lieber möchte...?

Zitat :
Nur eben dieses strahlende Bild in mir und ein Gefühl von Liebe (also diese Art Liebe, die man z.B. zu seinen Eltern empfindet).. letzteres scheint aber eher von mir auszugehen... so nehme ich es wahr..

Das sind ja schon zwei wunderbare Sachen, und letzteres ist eine Sinnestäuschung, dass man denkt es gehe von einem selber aus... Wenn man von Gottheiten umarmt wird, geht einem im wahrsten Sinne des Wortes (energetisch) das Herz auf, und dann strahlt man selber, fließt vor Liebe über etc... Ich selber seh es als eine Reaktion auf die Liebe, die uns die Götter schenken.
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BeitragThema: Re: Priesterin des alten Weges   Fr Okt 26, 2012 11:20 am

Naja, ich dachte mir, dass das eher "Schwärmerei" meinerseits wäre...
Und ich dachte mir auch, wenn es ein Kontaktversuch seinerseits wäre, würde es deutlicher sein... Mir fällt nicht mehr dazu ein, was es sonst sein könnte..

hmpf... okay, mit dem Träumen ist das eine Sache.. WENN ich mich dran erinner, dass ich was geträumt habe, dann auch meist was es war, zumindest grob..
Kann also sein, dass ich da das falsche Mittel gewählt habe.. Okay, aber auch hier wieder, ich dachte, wenn er mir schon im Traum was übermittelt, dann wird er wohl das irgendwie so einprägend machen, dass ich es morgens auch weiß..

okay, der Vorschlag mit dem Üben klingt ganz gut. Sollte ich wohl mal probieren, habe ja jetzt viel Zeit..

Ich weiß ich bin ein Zweifler, das liegt aber eher daran, dass ich Angst habe, etwas falsch zu machen, dann lieber auf Nummer sicher gehen, auch wenn es etwas mühsam ist..
Ich habe es mit dem Opfern so kennen gelernt, dass man davon was opfert, was man selber gern mag und grade in dem Moment für einen passt. Und ja, ich ging naiverweise davon aus, dass er mir schon sagt, wenn er was bestimmtes will.

Beim Lesen fällt mir tatsächlich auf, wie naiv ich scheinbar denke.. Und offenbar verlass ich mich zu viel auf Anweisungen von oben.. also muss ich mal etwas diesbezüglich in die eigene Hand nehmen?!
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BeitragThema: Re: Priesterin des alten Weges   Fr Okt 26, 2012 12:18 pm

Zitat :
Und offenbar verlass ich mich zu viel auf Anweisungen von oben.. also muss ich mal etwas diesbezüglich in die eigene Hand nehmen?!

Nicht nur, du verläßt dich nicht nur zu viel auf Anweisungen von oben (das tu ich ja auch, wenn was kommt, und wenns im ersten Moment noch zu lächerlich und eigenartig klingt, verlaß ich mich erstmal darauf und tu es einfach, weil ich darauf vertraue, dass ich hinterher irgendwann den Sinn schon verstehen werde).

Das Problem ist nicht das "darauf verlassen", sondern, dass du erwartest, dass die dir schon irgendwie mitteilen werden, wenn sie was wollen von dir, und wenn sie mit dir reden wollen, werden die sich die Mühe machen müssen, einen Kontaktweg zu dir zu finden, bei dem sie dich auch erreichen können. Das ist ein bisschen zu einseitig.

Als Priesterin, bist du zwar auch Dienerin der Göttin oder des entsprechenden Gottes bzw. des Weges für den du stehst oder den du repräsentieren willst.

Aber als Priesterin und Dienerin übernimmst du auch Verpflichtungen und Verantwortungen, und das letzte was die Götter von dir wollen (zumindest die meisten der alten Götter, ich kenn die ja jetzt auch nicht alle persönlich, und weiß auch nicht ob alle so "ticken"), wäre eine gehorsame Marionette die springt wenn die pfeiffen.

In jeder Art von Beziehung müssen beide von allen Seiten daran arbeiten, wenn zwei Leute sich kennenlernen, wird auch einer den anderen, wenn sie sich mögen fragen "und... wie kann ich dich erreichen, darf ich dich mal anrufen...?" und der andere wird sagen "ja gerne"... dann muß man aber auch als nächsten Schritt klären, wie der andere denn nun zu erreichen wäre, und bestenfalls auf dem einfachsten Weg und idealerweise auch zu einem Zeitpunkt wo man erreichbar ist. "Du kannst mich jederzeit anrufen" klingt zwar toll... aber ein "zwischen 19 und 22 Uhr bin ich auf jeden Fall zu Hause" gibt dem anderen mehr Sicherheit, daß du ernsthaft seinen Anruf erwartest.

... Angst etwas falsch zu machen... hmmm... hmmmm.... dein Gott ist doch nicht nur Wald und Naturgott, Beschützer der Tiere und der Lebewesen, sondern auch ein Krieger, ein Jäger... oder? .... Sollte dann eine Priesterin von ihm voller Furcht und Angst ihm gegenüber sein? Respekt und Achtung und Liebe und Vertrauen sind die Eigenschaften, die man seinen Göttern entgegenbringen kann/soll -te, aber keine Angst... wovor eigentlich?

Ich schätze mal, wenn man einen Kriegstgott "versehentlich" einen Blumenstrauß als Opfergabe bringt, würde er sich höchstens vor Lachen biegen, aber dich nicht voller Wut und Zorn verfolgen, weils kein totes Tier oder Blutopfer (oder was auch immer ein Kriegstgott so bevorzugt) war... Immerhin, er kriegt ja deine Gedanken vorab und während des Opferns mit und weiß ja wie's gemeint war - nämlich nicht in böser Absicht.


Opfern, was man selber gern mag ist für den Anfang ganz gut, aber wenn dann eine engere Beziehung zu einer Gottheit entsteht (man mit den Gedanken spielt, möglicherweise eine Priesterin dieser Gottheit zu werden), wird man langsam versuchen rauszufinden, was er oder sie am liebsten mag. Du weißt ja inzwischen auch was dein Schatz zu Hause am liebsten mag (welche Schokolade, welche Eissorte, welche Pizza usw...) worüber er sich wahnsinnig freut, und was er verabscheut (z.b. Wein, Fruchtgummi, Lakrize, extrem scharf gewürztes... ).

Man kann in die Rolle eine Priesterin langsam reinwachsen, die Götter werden einen führen und leiten, wenn man es auch zulässt (aber nicht wie eine Marionette an den Bändern, sondern eher wie ein Kind an der Hand des Vaters bei einem Spaziergang in einer neuen Umgebung) ... irgendwann wird das Kind älter, hat viel vom Papa gelernt, und geht nicht mehr an der Hand, aber der Vater bleibt natürlich in der Nähe, und sie erkunden gemeinsam den Wald...
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BeitragThema: Re: Priesterin des alten Weges   Fr Okt 26, 2012 3:30 pm

mhh... das höre ich im Prinzip nicht zum ersten Mal... Ich brauche wohl noch etwas Zeit um mehr selbstständig zu werden..

Jedenfalls habe ich es mit dem Hören vorhin schon mal probiert. Naja.. habe nicht damit gerechnet dass es beim ersten Mal klappt. Das wäre ja auch ein kleines Wunder..
Danach habe ich eine kleine Reise gemacht, auf in den "Wildwood" wo der Gehörnte lebt.. Naja, ich sah ihn auf dem Waldboden im Schneidersitz sitzen.. aber das wars dann auch schon..
Danach hatte ich allerdings den riesen Drang, ein Bild von dieser Reise zu malen.. Und da hab ich mich dran gesetzt und es ist ganz gut geworden.. Ich bin zufrieden, musste kaum radieren.. Das wundert mich schon, denn das ist ganz selten so..

Was die Angst angeht, ich habe nicht direkt Angst vor ihm, eher im Gegenteil, ich würde mich viel lieber in seine Arme schmeißen (ne echt jetz.. also nicht im erotischen Sinne)...
Ich habe nur Angst, ihn zu enttäuschen, Angst, dieses innere Strahlen zu verlieren.. Diese Angst habe ich auch ganz oft im Alltag.. Ich bin auch im Alltag nicht der Typ, der auf andere zustürmt, meine Angst vor ner Enttäuschung ist da teilweise noch ziemlich groß.. Kein Wunder dass mein Krafttier ein Hase ist... lol!
Aber ich arbeite mit kleinen Schritten an mir, bin ja schon ein wenig stolz, dass es mit der neuen Schule so gut klappt.. Da habe ich auch gelernt, mich aufzuraffen und nicht wegzurennen wie ein Angsthase..

Ich mache mir offenbar zu viele Gedanken.. wie immer wohl.. jedenfalls werd ich die nächsten Tage mal weiter mit dem "Hören" üben...
Mal sehen, was dann kommt..
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BeitragThema: Re: Priesterin des alten Weges   Fr Okt 26, 2012 4:48 pm

siehst du, es passiert ja eh einiges und du weißt woran du an dir arbeiten musst und tust es auch, und zwar in den kleinen, aber stetigen Schritten wie du es brauchst, nicht zu viel, nicht zu schnell, aber immer dran bleiben, das ist ja schon sehr viel und verdammt gut


ok *auch gespannt abwartet*

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BeitragThema: Re: Priesterin des alten Weges   Fr Okt 26, 2012 6:56 pm

Also, zuerst einmal: nur keine Angst!
Gerade der Gehörnte ist, wie Mutter Erde, eher ein positiver, wohlwollender Gott. Deshalb wird er dir jetzt nicht gleich "eins überziehn" wenn du mal einen Fehler machst, denn er weiß ja, dass deine Intention gut sind.

Cerverus hat völlig Recht mit dem Vergleich zu Freunden und Freundschaft. Zumindest mir geht es so, dass die Beziehung zu meiner Gottheit sehr einer Freundschaft gleicht:
Mit der Zeit lernt man sich immer besser kennen und verstehen, man vergibt sich gerne wenn man mal aneinander gerät und vorallem Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft!
alle Gottheiten und andere Wesen wissen es zu schätzen wenn du ihnen ab und zu 'ne Kleinigkeit einfach so spendierst und erwidern diese kleinen Gefallen dann auch. Smile

Wenn du ihm opfern möchtest, aber er noch keine speziellen Wünsche geäußert hat, dann lass doch mal beim Waldspaziergang einige Nüsse oder Samen für die Tiere dort oder hänge eine Futterkugel im Winter in einen Baum. Als Herr der Tiere und des Waldes wird er sich bestimmt sehr darüber freuen, dass du dich um seine Schützlinge kümmerst und ihm dadurch deine Hingabe zeigst.

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BeitragThema: Re: Priesterin des alten Weges   Sa Okt 27, 2012 8:05 am

ich wollte eh heute in den Wald, habe schon ein paar Esskastanien und etwas selbst gemischtes Körnerfutter bereit gelegt.
bisher gab es ja auch keine Beschwerden wegen der Opfer. ich achte immer drauf, Dinge zu geben, die die Tiere Problemlos essen können.

hab heut Nacht seltsames geträumt.. ich deute es so dass ich mich ermutigen Soll, mich auf neues einzulassen anstatt es gleich abzulehnen.
mhh hmm....
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BeitragThema: Re: Priesterin des alten Weges   Sa Okt 27, 2012 2:28 pm

okay, wollte davon noch berichten (bevor ich zu sehr nerve)
war ja heut nach dem Mittag im Wald, um da nach dem Rechten zu sehen und am Hain etwas aufzuräumen.. Nachdem ich fertig war, hab ich mich in die Mitte gesetzt, meine Gaben ausgepackt und vor mich ausgebreitet und es mit dem hören nochmal versucht. Okay. gehört habe ich nichts, aber Bilder sind in mir aufgestiegen, wie ich im Wald stehe und ein Hirsch mir entgegen kam. Ich ging auf ihn zu und streckte die Hand raus um seinen Kopf zu berühren, er ließ es zu und dann umarmte ich seinen Hals und auch das ließ er zu...

Und die Sonne schien so herrlich, als ich da saß, es wurde richtig schön warm..

Später waren wir noch beim Wildgehege und ein sehr zutraulicher (Dam-)hirsch ließ sich noch von mir den Kopf streichen Smile

Vielleicht ist ja meine bevorzugte Mitteilungsmethode eher das Visualisieren und nicht unbedingt das hören..?!
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BeitragThema: Re: Priesterin des alten Weges   So Okt 28, 2012 4:24 pm

Kann natürlich sehr gut sein, dass die Anderswelt über Bilder statt Worte mit dir kommuniziert.
War bestimmt eine schöne Begegnung mit dem Hirsch. ^_^

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